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Mein Weg

Ich sitze mit meiner Familie im Auto. Alle anderen unterhalten sich, aber ich kapsele mich, wie so oft, ab und höre, in Gedanken versunken, meine Musik. Ich lasse meine Lieblingsplaylist einfach laufen und betrachte dafür das Autolicht, welches die Straße ein Stück lang erhellt. Dahinter ist alles Dunkel, man kann nur noch ein paar weiße Wolken am Himmel sehen.

Ich liebe solche Momente. Ich bin dann in meiner Blase und nichts kann mir etwas anhaben. Ich bin dann ganz allein, aber nicht einsam. Ich bin schon fast gespannt, was das Autolicht gleich bescheinen wird. Das klingt nicht besonders spannend, aber für mich ist das wichtig. Sonst ist das Leben immer laut, hektisch und voller Überraschungen. Auf diesem Weg aber ist es sehr unwahrscheinlich, dass mich etwas überrascht. Trotzdem bin ich immer wieder gespannt, weil mein Augenmerk jedes Mal auf etwas anderem liegt und ich jedes Mal etwas anderes empfinde. Das ist die Spannung, die ich liebe. Ich brauche keine Actionfilme mit lauten und spektakulären Explosionen. Ich brauche nur diesen Weg. Oft reicht mir das einfach.

Habt ihr auch so einen Weg oder etwas vergleichbares?

Alles Liebe

rahellyelli

 

 

 

 

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Mein Gedanke zum Sonntag – Eine Frau, die das Gebet lebt

Lange war sie ein Nichts und auch jetzt noch wird sie oft als unwichtig abgetan. Im Unterricht erfährt man praktisch nichts über sie und sie wird immer unwichtiger gemacht als sie ist.

Katharina von Bora.

Gestern habe ich einen Film über ihr Leben geschaut und sie hat mich so fasziniert und inspiriert, dass ich über sie schreiben muss. (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Katharina_Luther_(Film))

Der Film hat gezeigt, dass Katharina es als Ehefrau von Luther nicht leicht hatte. Sie wurde nicht respektiert und ihre Beziehung mit Luther galt als unrein. Sie musste jeden Tag kämpfen und hat trotzdem zu ihrer Familie gehalten.

Katharina wurde als Kind von ihrem Vater in ein Kloster gegeben, wo sie dann ihr ganzes Leben verbringen sollte. Doch in ihrer Zeit im Kloster hörte sie von Luther und schrieb an ihn. Sie hatte Zweifel an dem Glauben, den sie bis dahin gelebt hatte und kein anderer konnte ihr die Entscheidung abnehmen, was sie nun tun sollte. Schließlich floh sie dann mit ein paar anderen Nonnen aus dem Kloster. Doch in Wittenberg angekommen fing sie an zu zweifeln, weil es so aus sah, dass Luther sich bereichern wollte. Doch nicht nur das belastet sie – Zur gleichen Zeit musste sie mit der Verachtung der Menschen leben, da sie ihr Geblüde gebrochen hatte. Zudem wurde ihr dauernd gesagt, dass sie nun endlich heiraten müsse, doch sie wollte nicht. Schlussendlich heiratet sie ja dann doch noch. Doch wie schon gesagt: Auch deswegen wurde ihr Leben nicht leichter.

Diese Frau, die so viel Verachtung zu spüren bekommen hat, die so viel leiden musste, so viel Schmach erduldete – sie hat verdient, dass sie heute als ein Vorbild angesehen wird, dass man sie ehrt. Sie hat so viel durchgemacht, so oft musste sie zweifeln, aber sie hat doch immer versucht das beste daraus zu machen. Sie hat nicht auf die anderen gehört, sondern sie hat das gemacht, was sie für richtig hielt. Ich denke, die wenigsten haben solch eine Kraft, wie Katharina von Bora/Luther sie hatte.

Sie hat nicht nur gebetet, sondern sie hat ihr Leben zu einem Gebet gemacht. Sie hat ihr Leben Gott und ihrer Familie gewidmet. Deshalb ist sie für mich ein sehr großes Vorbild.

Alles Liebe

rahellyelli