Wir sind wir

Hört ihr mich?

Oder habt ihr mich schon vergessen?

Nehmt ihr mich überhaupt noch wahr?

Werde ich noch von jemandem geliebt?

Würdet ihr mich suchen, wenn ich verschwände?

Bin ich euch überhaupt noch etwas wert?

Warum sind die anderen immer wichtiger als ich?


Das sind ein paar der Fragen, die in den Köpfen von Jugendlichen in meinem Alter herumspuken. In dieser Phase des Lebens geht es uns ums Angenommen werden, ums geliebt werden. Wir haben Angst vor dem Allein sein. Oft haben wir das Gefühl, das wir zurückstecken müssen. Alles erscheint einem unfair. Eltern, Verwandte, Lehrer – alle versuchen zu helfen. Doch das macht es oft nur noch schlimmer. Denn im Grunde unseres Denkens wissen wir selber, das unsere Zweifel nur an uns selber liegen. Doch wir brauchen diese Zeit. Sie bringt uns etwas bei und wir lernen uns selbst besser kennen. Vielleicht machen wir auch Fehler in dieser Zeit, doch wir haben ein Recht auf unsere Fehler, denn unsere Fehler gehören auch zu uns dazu. Diese Fehlern sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens und kein Mensch auf dieser Welt hat das Recht uns unser Leben wegzunehmen. Wir sind wir. Mit unseren Fehlern, unserem Selbstmitleid, unseren Macken und unserer Liebe. Wir gehen unseren eigenen Weg. Legt uns dort keine Steine hin.

rahellyelli

(Foto: pixabay)

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Ein Kommentar zu „Wir sind wir

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  1. Die Welt, die uns umgibt, die kleine, unser „Mikrokosmos“ aus Familie, Schule, Arbeit, Alltag, wie die große, die der Politik, der globalen Prozesse, der verschiedenen Kulturen und Religionen, der Wirtschaft und Finanzen, sind so komplex geworden, dass die wenigsten Zweifel nur am jeweils einzelnen Menschen liegen. Schon gar nicht an den jungen.

    Ich finde es wunderbar, wenn junge Menschen aus ihren Zweifeln heraus Fragen stellen, ja, auch an sich selbst, aber eben auch an Freunde, an Eltern, Pädagogen, Journaslisten, Pastoren, Politiker …

    Manche, mir scheint es werden mehr, trauen sich das nicht (mehr) oder können es auch nicht mehr. Wir sind dabei das einander Zuhören und miteinander Sprechen zu verlernen. Und das in diesen schwierigen aufregenden, herausfordernden Zeiten.

    Ich habe sehr viel mit jungen Menschen zu tun, in meiner beruflichen Tätigkeit. Darin geht es vor allem darum, Kompetenzen, Stärken dieser jungen Leute zu erkennen und ihnen bewusst zu machen, mit Blick auf ihre Berufswahl vor allem aber durchaus auch grundsätzlich. Die Stärken, NICHT die Fehler oder die Schwächen, die so oft schon, leider auch oft in der Schule, so sehr im Mittelpunkt stehen oder gestellt werden.

    Alle Fragen junger Menschen, Fragen, wie Du sie oben in Deinem Eintrag zusammengestellt hast, sind berechtigt, sind wichtig, sind es wert, dass sie beantwortet werden. Und sie sind bereichernd, so finde ich es jedenfalls. Weil wir Älteren immer wieder neu nachdenken müssen, junge Ansichten, junge Ideen, junge Widersprüche einbeziehend. Und von mancher jungen Meinung können wir durchaus auch lernen.

    Ich wünsche Dir, dass Dir niemand je Steine in den Weg legt.

    Und ich bedanke mich bei Dir für Dein Interesse und Dein Vertrauen, meinen Gedanken auf meinem Blog zu folgen.

    Freundliche und liebe Grüße an Dich!

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